Norwegen 2015 (Sa, 06.06.) – Musik in Lillehammer

Hallo Ihr Lieben!

Zuerst eine schlechte Nachricht: Wir haben nur ganz wenige Postkarten schreiben können… Fühlt Euch dennoch alle ganz lieb gegrüßt!!!

Heute war nun der letzte Tag in Norwegen, morgen früh geht es nach Oslo (ca. 2 Std. Fahrt nur noch), dort legt 14:00 die Fähre ab.

Der Campingplatz hier ist ohne WLAN, deshalb vorerst wieder ohne Fotos:

Heute schlafen wir mal richtig lange aus. Es regnet in Strömen – da hatte der Wetterbericht also recht… 10:15 gibt es dann auch erst Frühstück und danach hat der Regen aufgehört. Ruck zuck sind die Kinder auf dem Spielplatz. Wir müssen noch mal nach Lillehammer fahren,  näher ran gibt es keinen Geldautomaten. Und der Platz hier nimmt nur Bargeld.

Wir finden tatsächlich die Einkaufsstraße,  gerade als mein Handy mir unter “Shopping” die Straße “Storegata” verrät und von Holzhäusern berichtet. Das passt. Parkplatz finden ist schwierig,  es ist voll… Kurz darauf wissen wir auch warum: Hier ist ein Musikfest, die ganze Straße entlang spielen Kinder-Gruppen Blasmusik, außerdem Infostände, Essen, Trinken,  Mitmachen.

Alles was wir vorher von der Stadt gesehen hatten, hat mir nicht gefallen,  aber die Straße hier ist hübsch. Vor allem viele kleine Läden mit Wolle und Stoffen, Krimskrams, Selbermachen und Selbstgemachtes…

Anschließend noch zu einem Einkaufszentrum für ein paar Lebensmittel – auch hier ist die Hölle los.

Zwischendurch hat es nur noch mal kurz geregnet,  danach wird das Wetter immer besser bis zu Sonne und 18ºC.

Den Rest des Tages genießen wir an der Hütte und Packen ganz in Ruhe,  die Kinder sind auf dem Spielplatz und spielen mit einem norwegischen Jungen.

Das war ein ruhiger und angenehmer Abschiedstag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Norwegen 2015 (Fr, 05.06.) – Steine, Sonne, schöne Hütte

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Freitag, 05.06.2015: Lom – Biristrand (Furuodden Camping)

Es ist halb 22:30, im Prinzip noch sonnig, nur dass die Sonne hinter dem Berg ist, und die anderen 4 sind gerade mehr oder weniger gleichzeitig eingeschlafen…

Aber von vorn:

Heute ist Weiterreisen angesagt, gegen 8 / halb 9 werden alle wach bzw. geweckt. Das Frühstück fällt für die Kinder relativ schnell aus, sie wollen auf dem Spielplatz noch mit dem Jungen von gestern spielen, bevor auch seine Familie weiterreist. Wir sind uns alle sehr sympathisch und so wird es wieder ein gemütlicher sonniger Vormittag (warm, obwohl nur 13°C) auf dem Spielplatz. Naja, für uns Frauen. Die Männer sind so lieb und Übernehmen jeweils das Packen 🙂

Als wir um 12 unseren Hüttenschlüssel abgeben müssen, ist das der Startschuss, uns zu trennen.

Ich gehe mit Töchterchen noch mal zu dem kleinen Labyrinth-Häuschen, das dirket vor der Stabkirche steht, denn als sie gestern abend reingekrabbelt ist, hat sie es für eine Sackgasse gehalten. Man kann aber weiter da durch krabbeln und kommt auf der anderen Seite oben wieder raus. Geschafft! Die Kleinste habe ich dabei, sie hat nur kurz geschlafen, ansonsten Sand, Gras und Stöckchen befühlt. Sohnemann ist müde und fährt direkt mit D. zum „Steinsenter“. Ja, noch einmal 🙂 D. möchte vielleicht noch etwas kaufen und sich alles noch genauer ansehen. Es ist wirklich richtig schön da und alles so liebevoll gemacht. Auch das Außengelände ist gepflegt und mit Blumen hübsch gestaltet. Nach anderthalb Stunden haben sich die Kinder noch ein paar Steine ausgesucht und ich habe ein paar Ohrringe zur Erinnerung… Es folgt das übliche Essen/Trinken für alle und wickeln für die Kleinste…

Dann geht es Richtung Lillehammer. Die Strecke fährt sich ganz gut, ist landschaftlich nett. Aber für uns eben nicht mehr. Zwischendurch machen wir eine Pause, da ich richtig deute, dass die Kleinste nicht schon wieder wegen Hunger weinen kann. Die Großen nutzen das und spielen in einem trockenen Flussbett.

In Lillehammer hatten wir uns einen Campingplatz rausgesucht. Irgendwie war ich der Meinung, dass es gar keine so große Stadt ist… Keine Ahnung, woher ich diesen Trugschluss hatte… Den Campingplatz finden wir jedenfalls nur mit Navi – und er gefällt uns gar nicht. Und viel zu teuer ist er auch. Einzig der Spielplatz ist toll, aber wäre von der Hütte viel zu weit weg. Unter Protest aus der zweiten Reihe fahren wir weiter.

Der nächste Platz hat alle Preise und Ausstattungen der Hütten angeschrieben. Eine für uns geeignete ist direkt neben dem Spielplatz, ein Blick durchs Fenster sagt, ok. Man muss anrufen. Mache ich dann auch und brauche ein paar Anläufe, um zu verstehen, dass das nicht geht, eine Hütte zu mieten, weil die Besitzer nicht da sind…

Inzwischen geht es auf halb 7 zu und ich will endlich da sein. Die Kinder auch. Ein paar hundert Meter weiter ist der nächste Campingplatz ausgeschrieben, der ist nicht bei uns im Prospekt. Trotzdem ansehen! Der sieht nett aus, bisschen besser als der vorherige und einen Spielplatz sehen wir auch. Auch hier heißt es anrufen, aber die Frau sagt, sie ist in zwei Minuten da. Wie so oft, zeigt sie uns zwei Hütten, eine mit und eine ohne Bad. Die mit Bad ist größer und näher am Spielplatz. Und da wir 2 Nächte bleiben wollen, gibt es noch Rabatt. Wir haben nun also eine etwas größere Hütte, als die letzte. Ach ja, eigentlich macht der Campingplatz erst in 10 Tagen auf, sagte sie uns noch. Aber es sind auch einige Wohnwagen hier und sie scheinen auch Campingwagen mit Hüttenvorbauten zu vermieten. Einige davon sehen richtig exklusiv aus. Kinderfreundlich ist der ganze Platz auch, großer eingezäunter Spielplatz (die Kinder sind versöhnt), seichte Badestelle und im Haus ist eine Kiste mit Spielzeug. Es ist idyllisch und so wie ich es mir für den letzten Tag vorgestellt habe.

Nach dem Abendessen muss es also für uns alle noch ans Wasser gehen. Dort heißt es Steine schmeißen und mit dem Kescher irgendetwas suchen und finden. Allzu lange halten wir es nicht aus, denn es gibt hier MÜCKEN!!!

Norwegen 2015 (Do, 04.06.) – Kurz die letzten Tage

Hallo Ihr Lieben, da hatte ich nun Internet-Guthaben und Netz und trotzdem keine Zeit… Der Tagesrhythmus hier ist stark nach hinten verschoben und alle genießen das lange Tageslicht… In dem Zusammenhang: Wenn wir an das Ende von einem Tunnel kommen,  freut sich Sohnemann jedes Mal “Ich sehe das Morgenlicht”… 🙂

 

Wir sind seit gestern in Lom, wieder in einer kleinen Campingplatz-Hütte. Auch hier wieder ein kleiner Kulturschock nach den letzten beiden (billigereren) großen Häusern. Aber inzwischen geht es und wir hatten heute einen schönen sonnigen Tag auf dem Spielplatz hier. Zusammen mit einer weiteren deutschen Elternzeit-Familie.

Am Nachmittag sind wir noch durch den Ort spaziert und zum “Steinsenter”. Museum und Shop und ohne Risiko, da kein Eintritt. Ddas hatte zum Glück bis 5 auf, statt wie dran stand nur bis 4.

Anschließend haben wir draußen eine Art Sandkasten entdeckt mit einem Schild, dass man sich ein paar Steine mitnehmen kann. Die Entscheidungsfindung hat eine Weile gedauert, aber wir haben einige gefunden, bei denen wir auch überlegt hatten, sie zu kaufen… Schien Ausschuss zu sein, manche waren schon ein wenig bearbeitet.

Eigentlich wollten wir noch eine dritte Nacht hier bleiben und mit Fjellmuseum, Heimatmuseum und diversen Wanderungen hätte man sich auch gut die Zeit vertreiben können,  aber über das WE ist schon alles ausgebucht.

Es folgen also noch 2 Nächte Zwischenstopp auf dem Weg nach Oslo.

 

Rückblick:

Vagsoy:

Erste Tag, wie schon geschrieben,  Kannesteinen und Krakenes Fyr.

2. Tag: Sturm und Regen. Die Kinder sind dennoch die meiste Zeit draußen und D. genießt Kaminfeuerchen. Hier gibt es nämlich Holz. Auf Runde hatten wir auch Ofen, aber kein Holz.

3. Tag: Refviksanden – einer der schönsten Sandstrände Norwegens oder so – und Wanderung zum Skongenes Fyr. Eigentlich ne Stunde für eine Richtung. Wir haben 1,5 gebraucht. Das war heftig anstrengend,  komplett durch Matsch und viel Steigung. Sohnemann hat sich tragen lassen,  weil er inzwischen ein Mittagstief hat. Er ist aber nicht eingeschlafen,  also auch zurück tragen. Dann schlief er. Die Kleinste hat auch viel geschlafen und am Leuchtturm getrunken und ein bisschen gekrabbelt. Das hat also wieder mal richtig gut geklappt. Aber meine Kamera,  die ich nur mitgeschleppt und wegen den vielen Regenschauern gar nicht benutzt habe, war dieses Mal irgendwie extrem schwer. Am Leuchtturm (schöner als der Krakenes Leuchtturm) war zum Glück gerade gutes Wetter. Töchterchen ist alles richtig super gelaufen. Großes Lob!

Also eigentlich ist das eine schöne Tour, auch landschaftlich,  nur für uns an diesem Tag nicht 🙂

Der nächsteTag war wieder Hauswechsel. Bei Dauerregen. Wir hatten Lom geplant,  mussten deshalb wieder durch Stryn und konnten dieses Mal das Gletscherzentrum besuchen. Kein Eintritt, sehr interessant (es gab mehrere Katastrophen im letzten Jahrhundert: Tsunamis, ausgelöst durch Steinlawinen; Tiere und Pflanzen), außerdem Souvenirs und Imbiss. Waren doch recht lange da drin, so dass erst halb 7 hier in Lom angekommen.

Die Kleinste hat so viel geschlafen unterwegs, dass sie hier erst mal ein paar Stunden wach war. Und so kam es, dass ich trotz kostenlosem WLAN nichts mehr geschrieben hatte und es jetzt auch nur schnell im Handy eintippe – deshalb ohne Bilder… 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Norwegen 2015 (Do, 28.05.) – Solo-Wanderung, die zweite

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Do, 28.05.2015 – Runde: Vogelfelsen

Ich gehe tatsächlich alleine auf Wanderung. Allerdings nicht um die ganze Insel, sondern nur auf der einen Seite hoch und auf der anderen wieder runter. Die Straße unten werde ich chauffiert.

13:30 versuche ich noch mal, die Kleinste zu stillen. Allzu viel trinkt sie nicht, aber ein bisschen.

Start 13:45. Ich soll, will und muss(?) es in zwei Stunden schaffen. Vorsichtshalber hat D. aber ein Fläschchen vorbereitet. Die anderen bleiben zurück und spielen am Steinufer.20150528_134106

Der Aufstieg durch den Nadelwaldhang ist super steil, super anstrengend und super schön! D. hatte sooo recht. Steine, so groß, dass man mit Händen helfen muss, Wurzeln, Tannennadeln, gute Luft, toller Blick zurück – und die Sonne scheint mich doch nicht zu verlassen. Der Weg macht Spaß und die Vorfreude auf oben lässt mich durchhalten.

Aber mit Kindern – weder tragen, noch selber laufen – wäre das nicht möglich gewesen, das stimmt.

Das Schönste: Diese Stille!   🙂

Zwischendurch habe ich mir doch einen der Wanderstöcke zur Erleichterung genommen.

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Das steilste Stück ist auch für mich recht schnell geschafft, dann geht es über einen Wiesenhang weiter hoch, aber das ist schon nicht mehr der Rede wert. Ab jetzt genieße ich richtig. Es sieht oft so ewig weit aus, aber wenn man dann läuft, ist man schneller da, als befürchtet. Und da wir hier oben schon einige Zeit-Erfahrungen gemacht haben, weiß ich, dass ich ganz in Ruhe gucken, fotografieren und genießen kann.

Dann kommt von hinten plötzlich ein Seeadler vorbei. So schnell hab ich die Kamera leider nicht draußen, dann ist er zu hoch. D. und die Kinder haben ihn vorher auch gesehen. Nach der Wiese kommt die typische Fjell-Landschaft. Niedere Sträucher, Steine, ein paar kleine Seen – toll!

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Der Weg geht sehr oft verdammt nah (nur 1 bis 2 Meter) am Abgrund entlang. Ich selbst habe damit kein Problem, vermute aber, für Menschen mit Höhenangst ist das nichts. Und für Kinder, die schnell mal zu kleinen wütenden Teufelchen werden, auch nicht.

Von den vielen Pfaden, die hier abzweigen sollen, ist nichts zu sehen. Die müssen wohl erst wieder getrampelt werden…

An dem Punkt, wo wir am Montagabend die Papageientaucher gesehen haben, habe ich noch ca. 20 Min. Zeit, bevor ich den Rest des Weges antreten muss. Vorher kam auch keine bessere Beobachtungsstelle, so dass wir am Montag also richtig waren.

Das dicke Fernglas aus dem Haus ist super, so wird es tatsächlich interessant, die Vögel zu beobachten. Ich entdecke ganz viele der schwarzen Vögel auf dem Wasser schwimmend. Die Möwen sind am meisten unterwegs. Wenn man genau hin hört, ahnt man, dass 200-300m tiefer tatsächlich ein lautes Gekreische herrschen muss. Ich hatte mir im Vorfeld eingebildet, dass das auf dem ganzen Hang so wäre.

Mit mir zusammen sind heute nur etwa eine Handvoll Leute hier oben. Ein paar vermutliche Papageientaucher sehe ich durch das Fernglas auch. Wenn die fliegen, sind die nicht so leicht zu erkennen. Auf Island war das einfacher, da waren die plump und wirkten unbeholfen und wenn die losgeflogen sind, dachte man immer, “hoffentlich schaffen die das und stürzen nicht ab…” Die hier wirken größer, schneller und eleganter.

Ruck zuck ist die Zeit um und ich schicke D. ‘ne sms, dass ich den Rückweg antrete, die nicht ankommt. Und den Weg finde ich dann auch nicht… Ich tigere ein wenig hin und her, laufe ein Stück querfeldein, das bringt aber auch nichts, und sehe dann doch noch mal auf den Wegweiser bei der Seil-Absperrung, obwohl ich ganz sicher bin, dass wir an keinem Seil vorbei mussten… Nunja – Stilldemenz 😉

Der Hang ist ohne Manduca auf dem Bauch schnell geschafft. Ich schicke D. am Beginn des Schotterweges noch eine sms, die auch wieder nicht ankommt. Das weiß ich aber nicht. Als ich auf dem asphaltierten Stückchen ankomme, sehe ich das Auto herfahren. Das passt ja super. D. fährt vorbei, ich biege also unten nach links ab, um ihm entgegenzulaufen. Dann erfahre ich erst, dass alle meine sms nicht angekommen sind und diese zeitliche Präzision absoluter Zufall ist… Es ist kurz vor 4 und mein selbstgestecktes Ziel habe ich nur um 10 Minuten gerissen. Die Kleinste hatte bei D. sofort in der Manduca für 1,5h geschlafen, war jetzt wach und quietschvergnügt. Die Großen sind auch gut drauf.

Ich bin happy und allen dankbar, dass ich diese Tour machen konnte. Ich habe in dieser Woche unsere Reise öfter mal in Frage gestellt, nun weiß ich wieder, warum wir hier sind und wofür sich so manche Anstrengung lohnt.

Als wir zurück am Haus  sind, bleiben die Kinder wieder draußen und genießen ihren etwas größeren Aktionsradius, den sie hier haben.

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Norwegen 2015 (Mi, 27.05.) – „Besuch“ eines Hurtigruten-Schiffes und Solo-Wanderung

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Mi, 27.05.2015 – Runde: Ausflug nach Torvik und Fosnavag; Vogelfelsen

Heute wollen wir uns ansehen, wie eins der Hurtigrutenschiffe unter einer der großen Brücken hindurch fährt und später für ‘ne viertel Stunde im nahegelegenen Hafen anlegt. Dazu müssen wir früher aufstehen, also mit Wecker. Bei strahlendem Sonnenschein und viel blauem Himmel fahren wir los. Kaum unterwegs und auf den nächsten Inseln, wird es diesig, zieht zu und fängt an zu regnen… Vor der Brücke gibt es einen Rastplatz, als wir aussteigen, ist das Schiff – die „Nordnorge“ – in der Ferne gerade zu sehen. Je näher es kommt, desto stärker regnet es. Mit unseren gelben Regenschirmen trotzen wir dem und sind bestimmt ebenfalls gute Fotomotive.

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Auf dem Weg zum Hafen, den wir mal wieder zuerst nicht finden, bekommt die Kleinste Hunger und wir machen ‘ne Zwangspause. Als wir anschließend am Hafen ankommen, hat das Schiff schon angelegt. Aber es regnet nun nicht und die Sonne drückt durch.

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Anschließend fahren wir nach Fosnavag zum Einkaufen. Es regnet Blasen, ich bleibe im Auto und schreibe Tagebuch.

Auf Runde ist das Wetter wieder richtig gut. Nach dem Mittag geht es wieder runter ans Wasser zu den Felsen.

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Anschließend beschließen wir spontan, dass D. wandern gehen darf. Einmal um die Insel. Er startet 15:45 und ist 17:20 schon zurück. Und begeistert. Das muss ich auch machen!, sagt er. Ok, vielleicht ja schon morgen?

30./31.05.2015 – Kein Netz ; Runde – Krakenes

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30.05.2015

So ein Mist, da habe ich gestern Abend noch ganz viele Reiseberichte fertig gemacht und dann hatte ich in dem Haus auf Runde kein Netz.

Heute war – bei schönstem Wetter (und die Kinder haben ganz friedlich draußen gespielt) Abreisetag. Inzwischen sind wir auf der Insel Vagsoy (nur minimal südlich von Runde, aber 3 Stunden Fahrt.) Wir hatten nichts gebucht und tatsächlich so ein „Ledig“-Schild gesehen. Das heißt „frei“. Nun haben wir für 4 Tage ein kleines Ferienhaus (nur ein Zimmer, Küche, Bad, 2 Schlafzimmer) von privat. Ringsum ist alles ganz liebevoll gemacht. Einzige Manko: Hier ist noch nicht mal Handy-Netz…

Plan war also folgendes gestern noch zu schreiben:

Ich sitze gerade im Auto die Straße den Berg hoch 🙂 Und nutze mein 24-h-Internet-Guthaben, das geht noch bis Mitternacht.

Wir sind nun also in Krakenes, nach uns kommt nur noch der Leuchtturm und dann der Atlantik… Sehr schön hier!

Allerdings war ich dann doch zu müde…

Nach meiner ersten Runde Schlaf hat D. mich noch mal geweckt, weil es in dem Nieselregen vor dem Haus einen kompletten Regenbogen gab. Die Berge dahinter leuchteten rot. Dafür steht man gerne noch mal auf…

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Ich habe in einer Ecke des Hauses Handy-Empfang. Also riskiere ich neues Internet-Guthaben. Es funktioniert, ich kann Euch schreiben… 🙂

Wir waren (einzeln natürlich) eben (23:30 war ich zurück) noch mal hinter dem Haus den Berg hochgekraxelt. Querfeldein und nur ein Zaun im Weg. Absolut genialer Rundumblick bei untergehender Sonne!

Vormittags waren wir beim „Kannestein“, nachmittags sind wir vom Haus aus die Straße runter zum Leuchtturm gelaufen. Mit Picknick-Pause hat das insgesamt 3 Std. gedauert, Sohnemann ist hin sehr viel gelaufen, zurück hat er dann die meiste Zeit den Blick von Papas Schulter genossen.

Den Rest des Tages waren die Kinder rund um das kleine Häuschen beschäftigt.

Wetter war anfangs sehr nieselig, da wir mitten in den Wolken waren, wurde dann aber immer besser. 9°C den ganzen Tag, am Kannestein kälter und windiger.

 

So, nun versuche ich mal noch die nächsten (vorherigen 🙂 )Tage nachzuholen…

Norwegen 2015 – Ein ruhiger Tag am Haus

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Di, 26.05.2015 – Runde und doch keine Wanderung

Heute passiert nicht viel, lange schlafen, spät frühstücken, draußen spielen – es ist wunderschönes Wetter. Nachmittags überkommt uns dann doch das Bedürfnis nach einer Wanderung und im Reiseführer ist eine drin, direkt auf der Insel gegenüber. Nach einer Stunde Fahrt sind wir gerade erst am Abzweig in die Berge, wir würden bestimmt noch ne halbe Stunde fahren. Und alle Kinder sind gerade eingeschlafen. Ich bin auch kurz davor. Also brechen wir ab und fahren zurück 🙂

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Abends wollen einen Spaziergang zum kleinen Hafen und auf die Mole. Das liegt gegenüber des Besucherzentrums. Ehe wir loskommen, ist es allerdings verdammt windig und kalt geworden.

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Norwegen 2015 – Wandern am Pfingstmontag (…endlich geht es hoch!)

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Mo, 25.05.2015 – Runde: Fuglefjell

Zweimal waren wir oben, über Mittag und abends noch einmal, wenn die Papageientaucher zurück sein sollen.

Für die Kinder toller Wanderweg – matschig, über Steine und ausgelegte Holzstege den Weg suchen.

Da Pfingsten ist, ist viel los da oben. Man wundert sich, mit welchem Schuhwerk einem so mancher entgegenkommt. Als es zu regnen begann, überholten uns viele von denen wieder…

Abends war dann kein Wetterumschwung mehr, sondern die ganze Zeit Sonne. Zwei von uns 5 haben den Ausflug allerdings verschlafen.

Wunderschöner Tag.

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Der erste Teil (von unserem Haus aus zu sehen) ist geteert und dafür sehr steil.

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Oben wird es dann interessanter, vor allem die Kinder haben Spaß daran. Über diesen Zaun mussten wir nur zum Picknick, ich bin auf der anderen Seite geblieben. Zurück ist Sohnemann ganz alleine balanciert!

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Und abends…
Gestartet sind wir 19:45. 21:00 treten wir oben den Rückweg an. Ich habe das Gefühl, da ging es erst los mit den Papageientauchern (sie sind tagsüber auf dem Wasser). Halb 11 ca. waren wir wieder im Haus. Der Rückweg erforderte eine ungeplante Trinkpause unserer Kleinsten. Zum Glück war es nicht kalt…
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Der Rucksack im Hintergrund gehört zu uns. Da drin verschläft Sohnemann alles…

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Norwegen 2015 – Regensonntag

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So, 24.05.2015 – Runde

7:30 weckt uns die Kleinste. Erst spielt sie mit meinen Haaren, dann folgt der übliche Versuch, in meine Nase einzulochen… Töchterchen ist auch schon wach und kommt zu uns rüber. Sohnemann schläft heute mal bis 9:00.

Es ist richtig stürmisch draußen und regnet. Na hoffentlich bleibt das nicht die ganze Woche so…

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Gegen 11:00 starten wir zu Fuß – und bei Regen – zum Besucherzentrum. Das ist nur die Straße ein Stück zurück. Eigentlich hätte es im Mai noch geschlossen (öffnet am 01.06. oder 11.06.oder 15.06.), aber da heute die Hochzeitsgesellschaft von gestern den Tag verbringt, dürfen auch wir mit rein. Der Eintritt ist wie immer nicht ganz günstig, aber wir nutzen die Chance.

Wir lernen, dass es einen Runde-Schatz gibt und einige der bekanntesten der auf der Insel vorkommenden Vögel sind ausgestellt. Einige sind gewaltig groß. Auch werden Filme gezeigt, wir sehen uns den vom Schatz-Fund eine Weile an. Die Kleinste ist auch schon wieder wach, sie war nur auf dem Weg hierher kurz in der Manduca eingeschlafen. Gegen 12:30 haben die Kinder keine Lust mehr und außerdem Hunger. D. ist auch soweit durch und geht mit den beiden schon mal los und bereit das Mittag vor, ich bleibe noch ca. 20 Minuten und komme dann nach.

Wir verordnen anschließend Mittagsschlaf. Ich darf auch ne viertel Stunde, denn die Kleinste denkt nicht daran, obwohl sie müde scheint. Dann tauschen wir die Aufsicht, D. geht alleine ans Meer, Sohnemann ist trotz Protest dann doch eingeschlafen, Töchterchen darf aufstehen und ich spiele mit ihr, während die Kleinste sich am Spielebogen hochzieht, rum steht und gelegentlich umfällt, weil sie meint, ohne Hände geht auch…

16:30 – Der Sturm hat nachgelassen, im Moment auch der Regen. Bisher waren es 10°C, jetzt sind es 11°C. Sohnemann macht noch immer Mittagsschlaf , wir müssen ihn wecken. Die Kleinste schläft nun endlich im Reisebett. Eigentlich sollten wir alle raus wollen, aber keiner mag. Und für die Kleinste wäre ein Umzug in die Manduca auch ungünstig. Also macht jeder noch ne halbe Stunde seins.

18:00 – Wir haben gutes Wetter, das nutzen wir. Spaziergang zu den Felsen-Steinen am Wasser. Auf dem Weg dorthin warnt mich Sohnemann permanent „Achtung, Nacktschnecke.“ Wie lieb 🙂

Die Kinder suchen mit D. Muscheln. Während ich mit der schlafenden Kleinsten zusehe, was die drei so treiben, fängt es wieder an zu regnen. Aber das stört eigentlich nicht. Auch heute wieder beleuchtet die Sonne durch kleine Wolkenlücken einzelne Landschaftsfetzen. Als wir den Rückweg antreten, kommt sie bei uns durch – und ich bekomme meinen Regenbogen. Zwar nur schwach, aber egal…

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20:00 – Abendessen.

22:30 – Die Mädels schlafen. Sohnemann noch nicht, er hatte ja lange Mittagsschlaf gemacht.

Norwegen 2015 – Nächstes Ziel für eine ganze Woche…

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Sa, 23.05.2015 – Strynsvatn Camping – (Vogelinsel) Runde

Morgens: Es hat die ganze Nacht geregnet und ist sehr windig. Im Moment ist noch nichts von der versprochenen Wetterbesserung zu sehen.

10:30 kommt die Sonne raus. Die Kinder haben Fernsehen geschaut, D. hat heute mal die Kleinste in die Manduca genommen und ich habe das Auto gepackt. Tat gut, mal was „Richtiges“ zu tun und nicht nur sporadische Handgriffe machen zu können. Als die Kleinste wach war, hat sie prima alleine im Reisebett gespielt. 11:15 sind wir fast fertig. Noch mal wickeln, stillen, Reste einsammeln, Müll weg und eine halbe Stunde später geht es schon los.

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Erstmal nur bis Stryn, Lebensmittel einkaufen. Dann kurz vor 13:00 Abfahrt bei 8°C und es ist bewölkt. Noch mal anhalten – Stillen. Weiter. Noch mal anhalten – Tanken. Aber jetzt geht es wirklich los. Inzwischen ist es wieder mal sonnig.

Auch diese Anreise verläuft viel schneller als erwartet, da es inzwischen eine neue Straße und einen Tunnel (den tiefsten Unterwasser-irgendwas-Tunnel der Welt, oder so) gibt. Es geht über Brücken von einer Insel auf die nächste. Und noch eine, und noch eine. 15:00 sind wir schon auf Runde… Angemeldet hatte ich uns für 18:00. Wie soll man das denn aber auch einschätzen können, wenn man nicht weiß, wo man kommt, wie lange man braucht und was man noch unternimmt…

In der Anreisebeschreibung lesen wir dann auch noch, dass man deutlich rechtzeitig anrufen soll… Der Besitzer ist dann auch arg überrascht, weil er noch nicht kontrolliert hat, ob alles sauber und in Ordnung ist. Er will aber gleich kommen. Nach der Warterei gestern bin ich gespannt, wie das ausgeht… Normalerweise (und so hatte ich es auch geplant) wäre es kein Problem, wenn wir noch nicht rein könnten. Hier kann man so viel schöne Natur und das Meer genießen – aber es regnet gerade mal wieder… J

Es sieht aber alles gut im Haus aus und wir können rein. Das Haus ist nun wieder richtig groß. 3 Zimmer plus Küche im Erdgeschoss, 3 Schlafzimmer und diverse Abstellräumchen oben und im Keller Bad, Waschmaschine und viel Platz.

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Wir gehen direkt erst mal hinter dem Haus den Hügel hoch. Vorbei an einer Hochzeitsgesellschaft. Das Brautpaar kommt uns vom Fotos machen entgegen. Die Braut scheint gar nicht zu frieren – das kommt mir bekannt vor 😉

Es ist richtig schön. Die Wellen klatschen an die Felsen, die Sonne findet hin und wieder ein Wolkenloch und strahlt dann wie ein Spot einzelne Bereiche an. Aber es ist kalt.

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Zurück am Haus heißt es dann auspacken. Alles ganz in Ruhe und gemütlich. Die Kinder spielen draußen, Töchterchen macht „Nature Art“ und Sohnemann hilft viel beim Ausladen.

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Abendessen gegen 6 und ab 8 noch ein Spaziergang. Dieses Mal nicht nur bis zu dem Häuschen auf dem Hügel, sondern auf einem schönen Pfad (steinig, sumpfig) weiter bis ans Meer, zu einem kleinen Leuchtturm.

Es ist wunderschön. Die Kinder sammeln Muscheln und können viele Fischgräten bewundern. Die Kleinste war direkt nach dem Losgehen eingeschlafen, ich habe sie im Schneeanzug und unter meiner Jacke.

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Wir bleiben eine ganze Weile hier und genießen das Hier-Sein – jeder auf seine Weise. Es fängt wieder an zu regnen, wir treten den Rückweg an, aber nicht besonders schnell. Nach fast einer Stunde sind wir zurück am Haus und gehen noch kurz auf „unsere Wiese“.

DSCF8534  Wir haben sogar eine eigene Möwe im Garten.

Während ich die Betten beziehe, spielen die Kinder drinnen noch weiter. Auch, wenn es auf 22:00 zugeht. Gegen 22:30 schlafen sie dann – das ging plötzlich richtig fix… 😉

Ja, es gefällt uns hier!

Norwegen 2015 – Weiterfahrt bei Dauerregen

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Fr, 22.05.2015 – Luster – Strynsvatn Camping

Heute müssen wir weiter reisen. Das ist nicht wirklich schlimm, denn es regnet und man sieht von der Landschaft ringsum kaum etwas. Außer ziemlich vielen Wolken, einige hängen direkt über dem Fjord vor den gegenüberliegenden Bergen. 12 müssen wir hier weg sein, dann werden die Hütten wir die heutige Hochzeitsgesellschaft gebraucht. Als wir halb 12 los fahren, sehen wir, dass vor der Halbinsel mit dem Zaun Stühle unter freiem Himmel aufgereiht sind. Ob die Zeremonie dort stattfinden soll? Die Armen…

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Im Auto gibt es direkt die Mittagsschnitten. Auf der Strecke zwischen Sogndal und Skei regnet es noch stärker. Aber es geht hoch. Und somit gefällt uns die Landschaft wieder besser. Rechts und links liegt noch Schnee. Wir fahren an einem See vorbei, der noch teilweise zugefroren ist. Zwischendrin sind Risse im Eis, quer durch, wie mit dem Lineal gezogen… Kurz bevor ei n 7 km langer Tunnel kommt und wir überlegen, ob wir die Kleinste mit der Babyschale wieder vor holen, schläft sie ein. Im Tunnel geht es bergab und dahinter sind wir wieder unter der Schneegrenze. Die Regenwolken hängen uns nun fast auf dem Autodach.

Das Autofahren klappt oft ganz gut: Anfangs kümmert sich Töchterchen um die Kleinste und Sohnemann guckt raus und erzählt voller Begeisterung, was er alles sieht. Wenn die Kleinste schläft, spielen die Großen miteinander.

Wir fahren durch ein schönes Hochtal – eng, mit einem Fluss, großen Steinen, steile Berge, zwischendrin knorrige Bäume. Irgendwie zieht sich die Fahrt aber. Nun wird eine Pause notwendig, die Kinder werden albern und das stört uns beim Fahren. Also halbe Stunde Pause in Byrkjelo. Die Kleinste wird währenddessen auch wieder wach. Sie muss natürlich auch immer noch klettern. Und ein bisschen getrunken hat sie auch noch. D. hatte in der Zeit das Vergnügen auf dem Beifahrersitz – mit beiden Großen gleichzeitig…

14:00 fahren wir weiter. Mal sehen, wie lange wir bis Stryn noch brauchen, wir möchten noch ins Gletscherzentrum. Deshalb haben wir uns dies als nächsten Übernachtungszwischenstopp ausgesucht.

Hinter Byrkjelo geht es wieder hoch , an einem Skigebiet vorbei (2°C). Aber sehr schön ist es hier – vermuten wir durch den Regen hindurch…

Hinter Stryn sehen wir im Vorbeifahren nach möglichen Campingplätzen. An einem halten wir kurz und fragen nach Preisen und ob was frei ist. Danach noch mal Halt, da die Kleinste weint. Vermutlich Hunger. Ach nee, sie stinkt… Die Großen sind unzufrieden, dafür machen sie aber gut mit. Und so erreichen wir 10 vor 4 doch noch das Gletscherzentrum „Jostedalsbreen Nasjonalparksenter“ bei 6°C.

Es regnet in Strömen. Das Center hat grundsätzlich offen. Nur nicht am 21. und 22.Mai… Aber es ist von außen auch viel zu sehen (bin ich der Meinung) und so steigen Daniel und die Kinder aus. Mit Regensachen ist das normalerweise kein Problem. Aber allen ist kalt und sie kommen ganz schnell zurück. Das hat sich also nicht gelohnt. Etwas zu Naschen haben sie sich aber verdient nach der langen Fahrt. Die Kleinste durfte wieder auf meinem Schoß toben und aus dem Fenster sehen.

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Bei noch stärkerem Regen fahren wir ein paar Minuten zum „Strynsvatn Camping“. Den hatte ich im Campingführer rausgesucht und er sah im Vorbeifahren ganz gut aus.

Wir haben Glück, dass wir nur für eine Nacht eine Hütte wollen, denn am WE ist ausgebucht, da das Sommerskigebiet dann geöffnet hat. Die Frau scheint uns unbedingt eine große Hütte mit Dusche und WC geben zu wollen (wir hätten auch ne kleine ohne Wasser genommen, die Gemeinschaftssanitäranlagen waren in Ordnung und beheizt) und macht uns nen guten Preis.

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20150522_171543    20150522_171453 Aufgrund der Kälte war wohl die Kamera beschlagen… Aber für einen Eindruck reichen die Fotos ja 🙂

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Den guten Übernachtungspreis verdienen wir uns im Nachhinein, denn die Heizung schmorrt durch und wir müssen über eine Stunde ausharren, ob wir eine neue Heizung oder ne andere Hütte bekommen. Es ist die neue Heizung und die 12°C in der Hütte gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

Um 6 können wir also loslegen mit Heizen, Einräumen und Abendessen. Es sind 9°C draußen und nun kommt auch die Sonne raus und der Regen hört für eine Weile auf. Richtig schön ist es nun.

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20:00 und ich hab immer noch kalte Füße. Hier scheint zwar auch ein Schalter für eine Fußbodenheizung zu sein, aber bisher haben wir noch nicht rausgefunden, wo die nun heizt.

Wir haben gerade beschlossen, dass die Kinder noch auf den Spielplatz dürfen. Aber nun regnet es wieder. Also spielt D. zuerst mit Sohnemann das Leiterspiel und die Mädels machen zusammen Quatsch. Ich kann im – noch kalten – Bad duschen gehen. Die Dusche ist erstaunlich gut, guter Wasserdruck und angenehm warm. Es hätte zwar ruhig noch heißer sein können, aber danach bin ich aufgetaut. Während ich die beiden Kleinen bettfertig mache, spielt D. mit Töchterchen auch noch das Leiterspiel.

22:15 vermuten wir, dass die Fußbodenheizung tatsächlich für das Bad ist. Draußen sind es noch 5°C. Und noch immer verschlingen Regenwolken die komplette Landschaft ringsum – man könnte auch im Mittelgebirge sein.

Während ich hier sitze und schreibe, sehe ich gerade (22:40), hier auf dem Tisch steht eine Vase mit echtem Nadelgrün und Blütenzweig. Hübsch! Inzwischen ist es auch in der Hütte warm und man kann sich wohlfühlen.

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Norwegen 2015 – Wetterglück am Nigardsbreen

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Do, 21.05.2015 – Luster am Lustrafjorden: Nigardsbreen

Der Tag heute beginnt quasi mit Ausschlafen und wir packen in Ruhe für die Wanderung. Die Kleinste “musste” dabei in die Manduca, aber jetzt geht es ihr besser. Sie kuschelt, guckt, schläft aber noch nicht ein. Und auch die Großen haben sich friedlich mit Löwenzahn pflücken und dem kleinen Rasentraktor zusehen beschäftigt. Nun schmücken viele schöne Löwenzahnsträuße unsere Terrasse.

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Im Auto weint die Kleinste in der Babyschale. Hunger? Nun sie trinkt erstmal ne ordentliche Portion, anschließend schafft es Töchterchen, sie abzulenken, so dass wir um 11:00 losfahren können. Das Wetter war bisher schön, fast sonnig, bei 13°C. Jetzt zieht es langsam zu.

Der Weg in das Tal zum Gletscher zieht sich. Die Vegetation wird – für uns – schöner und wir ahnen, dass es uns gefallen wird. Je weiter man in das Tal hineinfährt, desto mehr Schneefelder liegen wie Eisschollen zwischen den Bäumen. Es ist toll.

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Nach einer Stunde Fahrt sind wir bei 8°C am Gletscherparkplatz. Ab hier geht es auf einem ca. einstündigen Weg zu Fuß weiter. Man sieht bereits den Gletscher. Er leuchtet blau, das Wasser im Gletschersee davor ist vorwiegend noch zugefroren, aber es gibt auch schon Eisschollen mit noch Schnee drauf. Sehr schön!

Wir machen uns wetterfest und ziehen uns warm an. Alle bekommen Regenhosen drüber. Die sind von Vorteil, wenn man sich später – warum auch immer – erfolgreich in den Schnee kniet… Im Moment hat der Wind nachgelassen und es ist gar nicht mehr so kalt. Also ist es gar nicht so schlimm, dass meine Handschuhe in der Hütte liegen. Nebenbei gibt es die Mittagsschnitten.

Heute kommt statt des großen Rucksackes die Kraxe mit auf Tour, damit Sohnemann jederzeit einsteigen kann. Immerhin ist ja jetzt Mittagsschlafzeit. Als ich die Kleinste in der Manduca habe, meckert sie und mag es irgendwie gar nicht. Vielleicht noch mal Hunger? Nein, wir wickeln… Also einmal komplett auszotteln, und das auf dem Beifahrersitz bei geschlossener Tür. All das dauert ca. eine Stunde und kurz nach 1 geht es dann los.

Anfangs gibt es viel Kletterei und einige größere Schneefelder, dann wird der Weg einfacher, bleibt aber kindgerecht-interessant. Zwischendurch sind immer mal kleine Bäche/Rinnsale auf Steinen zu überqueren – Töchterchen ist happy. Uns gefällt die Landschaft und der Weg auch. Zwischendurch drückt noch richig die Sonne durch. Ich finde es wunderschön und freue mich, dass wir das alles hier so machen können.

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Die Kleinste war schnell eingeschlafen, ich habe sie im Schneeanzug und noch unter meiner Jacke. Töchterchen läuft vorne weg und sucht und findet meistens den richtigen Weg. Sohnemann läuft an der Hand. Richtig gut macht er das.

Ringsum gehen immer mal wieder Lawinen ab. Das kracht ganz schön.

Es hat inzwischen angefangen zu nieseln. Als es stärker wird, machen wir eine halbe Stunde Pause und treten den Rückweg an. Wie geplant, Sohnemann in der Kraxe. Aber er schläft nicht, sondern singt. Töchterchen holt sich zweimal nasse Füße, läuft aber trotzdem prima zurück. Und die Kleinste wird erst kurz bevor wir wieder am Auto sind wieder wach. Der Regen wird zunehmend stärker, gut dass wir ne große  Heckklappe haben. Da passen alle drunter. Die Kinder haben beide nasse Füße und bekommen trockene Sachen und natürlich was zu naschen. Die Kleinste ist schön warm geblieben und darf nun auf meinem Schoß toben. Draußen sind es 7°C und es regnet sich ein. Haben wir also alles noch gut abgepasst.

Auf dem Rückweg schläft Sohnemann recht schnell und richtig fest ein. Töchterchen kümmert sich um die Kleinste. Vor allem wie sie sie in den Tunneln ablenkt, ist großartig.

Zum Abendessen gibt es Nudeln, die haben wir uns alle verdient. Ehe alle Kinder schlafen, ist es 22:00. Draußen regnet es immer noch. Und morgen soll hier eine Hochzeit stattfinden…

Deshalb reisen wir morgen auch weiter. Wir wollen auf halbem Wege zur Insel Runde Halt machen und haben uns Stryn ausgesucht, dort gibt es ein Gletscher Nationalparkzenter.

Heute war ein richtig schöner Tag!

 

Norwegen 2015 – Weiterfahrt zum Lustrafjord

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Mi, 20.05.2015 – Flåm – Luster

Heute morgen hieß es nach 4 Nächten also wieder ‘alles einpacken’. Sohnemann muss beschäftigt werden, als wir was zu helfen haben, ist er happy. Töchterchen spielt und die Kleinste schläft noch mal ein.

Unsere Hütte hier war super, so wie auch der ganze Platz. Also jetzt in der Nebensaison absolut zu empfehlen. Ich mag mir aber nicht ausmalen, was in der Hauptsaison hier los ist…

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Wir kommen um 11 los und haben es ja auch nicht allzu weit. Eigentlich wollte ich gern die Strecke mit der Panorama-Hochland-Straße “Tindevegen” fahren. Aber wir können die schmalen Straßen mit den Pseudo-Ausweichbuchten und dazu die Serpentinen nicht wirklich genießen und wissen ohnehin nicht, ob die Straße noch wintergesperrt ist, also lassen wir es sein. (Sie wäre offen gewesen.) Stattdessen fahren wir durch den 25 km langen Lærdalstunnel. Da die Kleinste (ebenso wie die Großen in früheren Jahren) keine Tunnel mag, hole ich sie wieder zu mir nach vorn. (Das mussten wir auf der Fahrt von Stavn nach Flam auch schon einmal machen. Wie gut, dass wir uns vorne für den Doppelsitz entschieden haben 😉 ) Sie weint dennoch bis Kilometer 15, dann schläft sie endlich ein. Sohnemann schläft, kurz bevor wir wieder ans Tageslicht kommen. Trotz seiner Länge ist der Tunnel nicht besonders unangenehm, die Straße ist breit, ganz gut ausgeleuchtet und das Highlight sind 3 Bereiche mit blauem Licht. Das begeistert auch die zweite Sitzreihe 🙂

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Da wir ja nun nicht über die Berge fahren, geht es also über’s Wasser. Es kommt auch gerade eine Fähre an.

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Leider kann ich nicht aussteigen, aus meinem Mittelplatz lässt es sich schlecht rausklettern, so dass ich von der Überfahrt nur den Wohnwagen vor uns und den LKW neben uns sehe. Als wir fast drüben sind fragt Töchterchen “Wann fahren wir los?” 🙂

Wir fahren erstmal bis Sogndal, Brot und Äpfel sind schon wieder alle. Inzwischen sind alle wieder wach, die Kleiste mag nicht in der Babyschale sein und weint. Ein “Rimi 1000” ist schnell gefunden, so dass sie endlich da raus und ein wenig klettern kann. Die anderen drei machen den kleinen Einkauf.

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Der Rest der Fahrt verläuft ähnlich, bis wir endlich am vorher ausgewählten Campingplatz ankommen. Der Platz hat eine schöne große Wiese und liegt direkt am Fjord. Hier sind die Blüten der Obstbäume noch nicht so weit wie in Flåm.

Wir lassen uns zwei Hütten zeigen und empfinden diese (wie fast erwartet) nach unserer Super-Hütte in Flam als kleinen Kulturschock. Wir entscheiden uns für die Größere. Die ist preiswerter, aber ohne Wasser.

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Eigentlich wollten wir 3 Nächte bleiben, aber alle Hütten sind nur noch 2 Nächte frei, am WE ist hier eine Hochzeitsfeier. OK, dann wird es also noch einen weiteren Zwischenstopp geben, bevor wir auf die Vogelinsel “Runde” fahren. Dort haben wir ab 23.05. ein Haus für eine Woche gebucht. Auch gut, denn die Fahrt dorthin ist ziemlich lang.

Die Großen beginnen direkt, die Bank vor der Hütte mit Löwenzahn und Stöckchen zu schmücken.

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Gegen 3 fahren wir mit dem Auto in ein Tal rein, finden eine schöne Stelle und sind einfach dort. Jedes Kind hat so seine Beschäftigung: Damm bauen, mit den Autos und anschließend mit der “Schmeiß-Scheibe” spielen bzw. wieder auf meinem Schoß klettern.

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Nach dem  Abendessen in der Hütte gehen wir noch ans Wasser runter. Steine haben ja eine enorme Anziehungskraft auf die Kinder, diese hier haben grüne “Haare”. Und ein paar zum Reinwerfen finden sie auch. Die Kleinste schläft nun endlich mal etwas länger in der Manduca. Das Kuscheln hat ihr wohl gefehlt…

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Wir haben 11°C, also nicht viel anders als in Flåm, aber es fühlt sich (nicht nur durch den Wind) deutlich kühler an. Als wir wieder rein gehen, bin ich richtig durchgefroren.

Morgen wollen wir die Wanderung zum Nigardsbreen machen, Wetter sieht ganz gut aus.